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Die Beste Matratze für Seitenschläfer - Ratgeber und Überblick (2021)

Seitenschläfer

Letztes Update am 06.02.2021 | Tanja | 4 min.
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Beste Matratze für Seitenschläfer

Über die Hälfte aller Menschen liegt nachts bevorzugt auf der Seite. Viele Seitenschläfer schlafen zwar nicht die ganze Nacht auf der Seite. Doch große Teile der Nacht werden in Seitenlage verbracht. Unter allen Schlafpositionen entlastet die Seitenlage am besten den unteren Rücken. Sie gilt daher als besonders vorteilhaft. Außerdem bietet die seitliche Schlafposition unter optimalen Bedingungen einen erhöhten Schlafkomfort.

Inhaltsverzeichnis

Sinnvoll ist es aber, in eine geeignete Matratze für Seitenschläfer zu investieren. Sonst ist der Schlaf nicht so erholsam, wie er sein soll. Im Übrigen sollten auch die Lattenroste und die benutzten Kopfkissen den bevorzugten Schlafpositionen entsprechen. Wenn Seitenschläfer alle Teile ihres Betts den bevorzugten Schlafpositionen optimal anpassen, ist die Schlafqualität am höchsten.

Welche Vor- und Nachteile bringt das Schlafen auf der Seite?

Seitenschläfer bevorzugen eine der Schlafpositionen, die als gesund gelten. Das gilt aber nur, wenn auch eine Matratze für Seitenschläfer angeschafft wird. Auch die Kissen und die Lattenroste sollten für Seitenschläfer geeignet sein. Die Vorteile für Seitenschläfer liegen in folgenden Punkten:

  • seitliche Schlafpositionen gelten als bequem
  • sie entlasten den Rücken
  • die Seitenlage vermittelt dem Schläfer ein Gefühl der Geborgenheit
  • bei geeigneter Matratze erhöhen solche Schlafpositionen den Schlafkomfort
  • der häufige Positionswechsel schafft vielseitige Schlafpositionen
  • Seitenschläfer schnarchen meist weniger
  • und die Risiken für nächtliche Atemaussetzer sind geringer.

Es soll aber nicht verhehlt werden, dass die nächtliche Seitenlage auch Nachteile haben kann. Seitliche Schlafpositionen bedingen, dass Matratze, Lattenrost und Kissen optimal darauf abgestimmt werden müssen. Ist das nicht der Fall, kann es zu folgenden Nachteilen kommen:

  • eine zu feste Matratze entlastet die entscheidenden Körperpartien zu wenig
  • die Extremitäten können unter erhöhtem Druck einschlafen
  • der Beckenbereich wird bei solchen Schlafpositionen stark belastet
  • Nacken- oder Rückenschmerzen sind bei ungeeigneten Matratzen keine Seltenheit
  • die Wirbelsäule kann bei Seitenschläfern überdehnt werden
  • Herz-Kreislauf-Probleme sind bei vorbelasteten Personen möglich
  • und bei erhöhtem Körpergewicht entsteht verstärkter Druck auf Skelett, Organe und Muskulatur.

Worauf sollten Seitenschläfer achten?

Seitenschläfer müssen wegen ihrer bevorzugten Schlafpositionen auf der rechten oder linken Körperseite bei der Matratzenwahl aufpassen. Die oben genannten Nachteile der seitlichen Lage sollten optimalerweise ausgeschlossen werden.

Die Matratze muss eine optimale Druckentlastung der stark belasteten Körperregionen bieten. Sie soll den Körper aber andererseits optimal stützen. Die Wirbelsäule soll in allen Schlafpositionen ihre natürliche S-Form behalten können. Das ist bei vielen Schlafpositionen, ungeeigneten Lattenrosten oder durchgelegenen Matratzen aber nicht der Fall.

Seitenschläfer sollten vor allem auf eine Matratze mit hoher Punktelastizität achten. Das bedeutet einen weicheren Schulterbereich. Becken und Hüftbereich müssen jedoch ausreichend gestützt werden. Auf der anderen Seite müssen sie aber auch ausreichend tief einsinken können.

In der Seitenlage sollte die Lage der Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. Zugleich sollte sie aber in der bereits erwähnten entlastenden S-Kurve zu liegen kommen. Die Wirbelsäule sollte beim Liegen auf der Seite also nicht zu stark durchgestreckt werden. Sie sollte ihre natürliche S-Form behalten.

Punkt zwei, den Seitenschläfer beachten sollten, ist eine Matratze mit mehreren Zonen. Die Mehrzonen-Matratze für seitliche Schlafpositionen sollte im Schulter- und Beckenbereich nachgiebige Zonen aufweisen. Matratzen mit ausgewiesenen Schulter- und Beckenzonen erhöhen für Seitenschläfer den Schlafkomfort.

Die Zonierung erlaubt gleichzeitig eine ausreichende Stützung der Körperzonen, die der Stützung bedürfen. So werden Verspannungen im Schulter-Nackenbereich, Rücken- und Schulterschmerzen vermieden. Die Breite der weicheren Zonen kann jedoch bei verschiedenen geeigneten Matratzen-Modellen unterschiedlich ausfallen.

Welche Matratzentypen sind für Seitenschläfer geeignet?

Empfehlenswert ist für Seitenschläfer, die Halswirbelsäule zu entlasten. Der Schulterbereich sollte nicht zu stark in die Matratze einsinken. Die Matratze sollte sich dem Hüftbereich und den Schultern anpassen können.

Wichtig ist, die Wirbelsäule beim seitlichen Schlafen nicht abzuknicken. Sie sollte beim Liegen eine durchgehende gerade Linie bilden. Druck auf dem Becken- und dem Schultergürtel sollte nicht entstehen können. Es sollte also eine stimmige Ausgewogenheit zwischen den Stützungs- und den Einsinkzonen geben.

Zu feste Matratzen verhindern ein ausreichendes Einsinken der belasteten Körperregionen. Das hat zur Folge, dass die Wirbelsäule abknickt. Es entsteht unnötiger Druck auf bestimmte Körperregionen. Kreuzschmerzen, Verspannungen im unteren Rücken oder im Schulter-Nacken-Bereich sind die Folge einer zu harten Lagerung.

Zu weiche Matratzen führen hingegen zu einem Durchhängen und einem seitlichen Abknicken der Wirbelsäule. Die Haltung in einer nachvollziehbaren Linie ist dann nicht mehr die erwünschte. Es mangelt dem Schläfer an Schlafkomfort, weil es dem Körper an ausreichender Stützung fehlt.

Das Körpergewicht eines Seitenschläfers lagert auf wenigen Stellen: Hüfte und Schultern werden beim seitlichen Liegen deutlich stärker belastet. Matratzen für Seitenschläfer sollten daher weicher ausfallen als solche für Rückenschläfer.

Eine hohe Eignung für seitliche Schlafpositionen haben Kaltschaummatratzen oder Multi-Zonen-Formschaummatratzen. Solche Matratzen verfügen über hinreichend Elastizität. Schulter- und Hüftbereich dürfen nur so tief einsinken, dass die Wirbelsäule nicht abknickt.

Beim Matratzenkauf sollte ein Probeliegen möglich sein. Eine zweite Person kann beurteilen, ob die Wirbelsäule die richtige Lage hat: Sie bildet idealerweise eine gerade Linie und liegt zugleich in einer natürlichen S-Form – also nach vorne und hinten in natürlicher Position gebogen.

Welche Matratzentypen sind für Seitenschläfer nicht geeignet?

Die gute alte Federkernmatratze und die Latexmatratze sind für Seitenschläfer weniger geeignet. Taschenfederkernmatratzen oder Futons mit Latexkern sind bedingt geeignet.

Meistens müssen individuelle Bedürfnisse und Vorstellungen von Schlafkomfort erfüllt werden. Wichtig ist jedoch, dass die Matratze der Seitenschläfer weder zu fest, noch zu weich ausfällt. In beiden Fällen sind Rückenschmerzen zu erwarten. Eine Matratze ohne unterschiedliche Liegezonen oder mit einem zu schmalen Schulterbereich wirkt Schlaf-hemmend.

Welche Kissen eignen sich für Seitenschläfer?

Bei Kopfkissen für Seitenschläfer ist die Höhe des Kissens ein wichtiges Kaufkriterium. In der Seitlage sollte der Kopf besonders gut gestützt werden. Das Kissen muss die Lücke zwischen Kopf und Schulterpartie ausreichend gut ausfüllen. Der Kopf soll waagerecht oder leicht erhöht zu liegen kommen.

Die Halswirbelsäule sollte eine gerade Position aufweisen. Der Hals darf weder überstreckt noch nach unten hin abgeknickt werden. Seitenschläfer bevorzugen meist flache bis mittelhohe Kissen. Weichere Nackenrollen sind aber auch geeignet. Wichtig ist, dass beim Liegen weder Nackenverspannungen noch Kopfschmerzen entstehen.

Die meisten Seitenschläfer knuffen sich ihr Standard-Kopfkissen passgenau zurecht. Die Füllung des Kissens sollte aber nicht zu weich sein, sondern den Kopf ausreichend stützen. Flache Kissen mit weichen Wattefüllungen oder Daunenkissen sind kontraproduktiv.

Festere Schaumstoff-Flocken, nachfüllbare Latexflocken oder feste Füllungen mit Kapokfasern eignen sich für Kopfkissen am besten. Im Übrigen gibt es spezielle Seitenschläfer-Kissen im Fachhandel zu kaufen. Solche ergonomischen Kopfkissen sind den Bedürfnissen der Seitenschläfer besonders angepasst.

Welches ist der richtige Lattenrost für Seitenschläfer?

Auch der Lattenrost muss auf die speziellen Bedürfnisse der Seitenschläfer ausgerichtet werden. Seitliche Schlafpositionen erfordern einen Lattenrost, der eine integrierte Schulter-Absenkung aufweist. Dadurch kann die Schulterpartie in seitlicher Schlafposition stärker einsinken. Die Wirbelsäule wird bei Seitenlage gestützt. Die Hüfte muss genügend einsinken können.

Der Lattenrost sollte bei seitlichen Schlafpositionen eine Mittelzonenverstellung haben. Durch diese Vorrichtung kann der Lattenrost individuellen Bedürfnissen bzw. den Körperformen besser angepasst werden.

Gut ist auch, wenn der Lattenrost eine Lordose-Stützung bietet. Auch Lattenroste mit Tellermodul-Unterfederungen sind geeignet. Sie bieten hohe Punktelastizität und ergänzen die punktelastische Matratze daher.

Fünf Fragen, die Seitenschläfer häufig stellen

Die Seitenlage entspricht der natürlichen Stellung der Wirbelsäule. Zudem liegen wir bereits als Fötus im Mutterleib auf der Seite bzw. in einer zusammengerollten Position. Die Fötus-Stellung entlastet zudem die Wirbelsäule. Sie vermittelt dem Schlafenden außerdem ein Gefühl der Geborgenheit.

Manche Menschen schlagen nachts die Bettdecke zwischen die Beine. Sie empfinden seitliche Schlafpositionen so als angenehmer. Andere Seitenschläfer nutzen tatsächlich ein weiches Kissen, um das oben liegende Bein oder die Hüfte zu entlasten. Ein Kissen zwischen den Beinen entlastet außerdem den tiefen Rücken. Beim Umdrehen in die Rückenlage kann es aber stören.

Die linke Körperseite wird meist als die vorteilhaftere angesehen. Sie wirkt verdauungsfördernd und verhindert Sodbrennen. Auf der linken Körperseite zu liegen, entlastet außerdem das Lymphsystem und das Herz. Auch schwangere Frauen schlafen daher lieber auf der linken Körperseite. Rücken und Wirbelsäule werden auf der linken wie auf der rechten Schlafposition entlastet. Herzkranken Menschen wird jedoch geraten, die rechte Schlafposition zu vermeiden. Sie begünstigt Herz-Kreislauf-Probleme.

Das klassische Kopfkissen mit weicher Daunen- oder Faserfüllung ist nachteilig. Es stützt den Kopf wegen des Mangels an Höhe und Festigkeit nicht ausreichend. Viele Seitenschläfer knüllen es daher zusammen. Doch die so erreichte Kissenhöhe ist nicht von Dauer. Besser wären ein festeres und formbeständiges Kopfkissen oder ein ergonomisches Nackenstützkissen.

Die Matratze eines Seitenschläfers sollte weder zu weich noch zu fest ausfallen. Jeder Schläfer hat jedoch eine eigene Vorstellung von Bequemlichkeit, Schlafkomfort und Matratzenhärte.

Ein Härtegrad-Rechner kann nützliche Erkenntnisse über die geeignete Matratzenhärte liefern. Wichtig ist, dass der Härtegrad-Rechner unterschiedliche Schlafpositionen berücksichtigt.

Tanja - Schlaf Expertin

Tanja - Schlaf Expertin

Ich schreibe für die SchlafGurus insbesondere informative Artikel zum Thema Einschlafen und Aufwachen. Als diplomierte Psychologin habe ich es zu meiner Aufgabe gemacht, Menschen mit Einschlafproblemen zu helfen.