Ratgeber: Was ist eine Orthopädische Matratze? Wie funktioniert eine Orthopädische Matratze?

Eine orthopädische Matratze wird gerne von Menschen verwendet, die mit Nacken- und Rückenschmerzen belastet sind. Rückenschmerzen sind oft beim Kauf einer Matratze ein wichtiges Kriterium. Im Folgenden erzählen wir dir alles, was du über orthopädische Matratzen wissen solltest.

Letztes Update am 23.04.2021 | Ronny | 8 min.
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Orthopaedische-Matratze

In den letzten Jahren ist die Zahl der Menschen mit Rückenschmerzen auf über 30 Prozent gestiegen. Das kann vom vielen Sitzen kommen – zudem können genetische Veranlagungen und Übergewicht die Wirbelsäule zusätzlich belasten. Die Berliner Wirbelsäulenchirurgin Karin Büttner-Janz beklagt, dass von den Bundesbürgern rund 70 Prozent an Kreuzschmerzen leiden.

Was taugen die IKEA Matratzen? Welche Matratze von IKEA ist die Richtige für Dich und Deinen Partner?

Wir stellen dir die Testsieger Matratzen der Stiftung Warentest von 2018 bis 2021 vor.

In diesem praktischen Ratgeber werden wir dir genau erklären, wie du die perfekte Matratze für dich findest.

Was ist eine orthopädische Matratze und wie funktioniert sie?

Der Schlaf auf einer ergonomischen Matratze mit verstellbarem Lattenrost soll etwas ganz besonderes sein. Die orthopädische Matratze schmiegt sich dank eines Spezialschaums und einer Naturlatexschicht optimal an den Körper an, und unterstützt ihn dort, wo es notwendig ist. 

Das Ergebnis kann ein einzigartiges, individuelles Liegegefühl sein. Die Schwerpunkte der Orthopädie liegen in einer gesunden Körperhaltung und der Heilung oder Verbesserung von Fehlstellungen.

Die Besten Orthopädische Matratzen

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Hervorragende Druckverteilung sowie gute Punktelastizität, Naturlatex stützt die Wirbelsäule, 7-Zonen Matratze

Welche Eigenschaften hat eine optimal orthopädische Matratze?

Die gute orthopädische Matratze hat neben dem passenden Härtegrad auch eine angenehme Punktelastizität. Das heißt, druckreduzierende Materialien wirken sich sehr punktelastisch aus.

So bekommt die Wirbelsäule die Möglichkeit, eine gesunde und gerade Ausrichtung einzunehmen. Dies wiederum kann zur Folge haben, dass Verspannungen gelindert werden.

Eine geeignete Matratze sollte sich wie ein Maßanzug an den Körper anpassen können. Hierbei geht es besonders um die nach außen gewölbten Körperteile wie Schultern und Becken. 

Das orthopädische Bettpolster lässt diese Teile des Körpers sanft einsinken. Gleichzeitig werden die nach innen gewölbten Partien des Körpers wie der Nacken, der Lendenbereich und die Kniekehlen gestützt. Der Körper kann sich nach erfolgter Anpassung in Position halten und sich stabilisieren.

Da jeder Druckpunkt Verspannungen löst, ist der Betroffene von Kopf bis Fuß praktisch druckpunktfrei. Die optimale orthopädische Matratze ist im Grunde genommen eine Matratze für jedermann, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden, die den Bedürfnissen des Kunden gerecht werden.

Vor- und Nachteile orthopädischer Matratzen

Vorteile sind:

  • Ein entspannter, erholsamer Schlaf. Nachts kann die gesamte Wirbelsäule und deine Muskulatur optimal entlastet werden. Außerdem wird eine maximale Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit hergestellt.
  • Die orthopädische Matratze fügt sich der Körperform bestmöglich an und verteilt das Gewicht gleichmäßig
  • Der Rücken wird optimal gestützt und Schultern, Hüfte und Fersen können einsinken. Da kein Körperbereich abgedrückt wird, kann die Blutzirkulation sich verbessern. Die Arme und Beine liegen tiefer als es beim Oberkörper der Fall ist. Das trägt mit zu einer besseren Rotation des Blutes bei.
  • Druckgeschwüre und Druckstellen haben kaum eine Chance sich zu bilden. Das ist vor allem für bettlägerige Menschen und Patienten wichtig.
  • Geeignet für Allergiker und stark schwitzende Menschen, da hochwertige Materialien verwendet werden. Die Federn sind mit Stoff ummantelt und der Schaum ist atmungsfähig. Darüber hinaus lösen die Tonnentaschenfedern eventuelle Hitzestaus.

Nachteile von orthopädischen Matratzen können sein:

  • Sie sind oft teurer als herkömmlichen Matratzen, da sie hochwertiger in der Verarbeitung sind und das qualitativ hochwertige  Material allgemein teurer ist.
  • Je nach Materialien können die orthopädischen Matratzen schwerer sein.
  • Ein vorhandener starrer Lattenrost muss durch einen flexiblen ersetzt werden.

Was macht eine gute Gesundheits-Matratze aus?

Unter einer guten orthopädischen Matratze versteht man eine Auflage, die sich dem Körper anpassen kann und diesem eine optimale Unterstützung und einen bestmöglichen Halt bietet. Der Term dieser Matratzen ist mittlerweile zu einem bekannten Marketingbegriff geworden und hat sich zum Produkt-Großhändler entwickelt. Wichtig sind Anpassungsfähigkeit, Stützkraft und Druckpunktfreiheit.

Matratzenhersteller bieten in puncto orthopädische Matratze unterschiedliche Designs, verschiedene Größen und zahlreiche Merkmale an. Nach Matratzencheck24 ist zurzeit das beliebteste Material der sogenannte Memory-Schaum. Er behält über einen gewissen Zeitraum seine Form, nachdem sich jemand darauf gelegt hat. 

Das tut besonders deinem Rumpf und Rücken gut, da es sich um ein sehr dichtes Material handelt. Der Memory-Schaum wird aufgrund seines angenehmes Liegegefühls geschätzt. Memory-Schaum-Matratzen weisen unterschiedliche Dichten und Raumgewichte auf. Sie haben die Eigenschaft, sich den Bedürfnissen der Kunden anzupassen.

Besonders gut zum Liegen eignen sich Matratzen, die den Härtegrad 2 und 3 haben. Diese können sich gut an deine Körperkonturen anpassen. Aufgrund dieser optimalen Anpassungsfähigkeit eigenen sich Viscoschaum- und Latexmatratzen bestens für Seitenschläfer

Doch auch hochwertige Federkern- und Kaltschaummatratzen können hier eine gute Wahl sein. Der Handel bietet auch orthopädische Matratzen für Kinder und Babys an.

Weitere geeignete Kategorien sind laut Stiftung Warentest: 

  • Orthopädische Matratzen mit einer Höhe von 20 cm 
  • Orthopädische 9-Zonen-Kaltschaummatratzen
  • Orthopädische 7-Zonen-Hybrid-Matratzen
  • Orthopädische Tonnen-Taschenfederkern-Matratzen.

Preis-Leistungs-Hit

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Preis-Leistungs-Hit, Für jeden Körpertyp, Ausgeprägte Punktelastizität sorgt für eine ideale Stützung deines Körpers

Was muss beim Kauf einer orthopädischen Schlafunterlage beachtet werden?

1. Die Zonen

Die verschiedenen Zonen der Matratze passen sich dem Körper bestmöglich an. Kunden entscheiden sich laut Matratzenexperten gerne für Matratzen, die mit fünf, sieben oder noch mehr Zonen ausgestattet sind.

Die Zonen sorgen für eine bestmögliche Anpassung der Matratzen an jeden Körper und in sämtlichen Liegepositionen. Damit sind sie die ideale Stützung in  Körper und Wirbelsäule. Es ist einfach eine Tatsache, dass unsere Körper verschieden sind. Gewicht, Größe und Formen sind individuell und jede Person wechselt ihre Schlafposition ungefähr 30 bis 40 mal in der Nacht.

Das bedeutet, sobald wir im Schlaf uns nur minimal ein Stück nach oben oder nach unten bewegen, oder wenn wir uns drehen, liegen wir stets auf der richtigen Zone. Gute Gesundheits-Matratzen haben gut verarbeitete Zonen – sie passen sich stufenlos körpergerecht in jeder Liege- und Schlafposition an und balancieren den ganzen Körpers gleichmäßig aus.

2. Der Härtegrad der Matratze

Die optimale Matratze hängt von dem Körpergewicht des Nutzers ab, verbunden mit der Körperform und der Größe des Menschen. Das sind die Faktoren für den richtigen Härtegrad. 

Orthopädisch gesundes Liegen hängt also nicht nur vom aktuellen Körpergewicht ab, sondern die Körperform und Größe müssen auch Beachtung finden. Diese beiden Matratzeneigenschaften ermöglichen ein gesundes orthopädisches Liegen:

2.1. Eine flexible Anpassung der Auflage an den Körper in einer Kombination mit 

2.2. Der optimalen Stützung des Körpers. Dies ist entscheidend, ob die Wahl auf eine harte oder eine weiche Matratze fällt. 

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3. Das Raumgewicht

Das Raumgewicht = RG, gibt in Kilogramm die Menge des Materials an, wie viel Schaumstoff für einen Kubikmeter verwendet wurde. So bedeutet ein geringes Raumgewicht, dass der Schaumstoff aus wenig Material und viel Luft besteht. 

Ist das Raumgewicht höher, deutet das auf feine Poren und einem hohen Materialeinsatz hin. Praktisch gesehen ist das Raumgewicht immer ein direkter Gradmesser, das für Wertigkeit und Qualität der Matratze steht.

Beispielsweise wird für eine Kaltschaum-Matratze 30 kg/m³ als Raumgewicht empfohlen mit Spielraum nach oben. Es geht um Rückstellkraft, Formstabilität und Langlebigkeit. Bei RG 30 beginnt der Standard für die täglich genutzten Matratzen.

Es wird eine Lebensdauer von gut drei Jahren vorausgesagt, wenn täglich auf ihr geschlafen wird. Eine RG 35 ist es eine qualitativ hochwertige Matratze mit fünf bis sechs Jahren Lebensdauer.

Bei RG 40 ist der Schaumstoff von einer sehr guten Qualität mit einer Nutzungsdauer von sechs bis acht Jahren und bei RG 50 und noch höher handelt es sich um sogenannte Premium-Matratzen mit bis zu zehn Jahren Lebensdauer und länger.

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4. Die Punktelastitzität

Die Punktelastizität ist sinnvoll für die optimale orthopädische Lagerung des Körpers. Eine gute Punktelastizität heißt, dass die Matratze von unten jede Menge unterschiedlicher Druckpunkte ausübt.

Das kann Verspannungen lösen und vorhandene Folgebeschwerden vorangegangenes falsches Liegen auf schlechten Matratzen lindern. Eine Matratze, die die Kriterien aus der Orthopädie erfüllt, wirkt bestmöglich punktuell auf alle Körperbereiche – das heißt, immer von Kopf bis Fuß und dann ganzflächig, druckpunktschonend und stufenlos.

5. Der Matratzentopper

Ein Topper, gerne auch als Komfortauflage betitelt, findet seinen Platz oben auf der Matratze. So kann der Komfort beim Liegen erhöht werden. Matratzentopper finden beispielsweise bei Boxspringbetten ihren Einsatz. 

Da der Topper für Komfort sowie die Druckentlastung ausschlaggebend ist, sollte die Auflage eine Bauhöhe ab 6 cm haben. Weniger ergibt meist keinen Sinn.

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6. Die Matratze für jeden

Im Laufe unseres Lebens verbringen wir Menschen rein statistisch gesehen ca. zwei bis vier Jahre im Auto. Schlafend im Bett erreichen wir hingegen durchschnittlich über 24 Jahre. Schlafen wir, erholen wir uns, können tagsüber mehr Leistung bringen und fühlen uns wohl. 

Genauso wie wir auf die Auto-Stoßdämpfer nicht mehr verzichten möchten, haben auch die besonderen Liege- und Komforteigenschaften der Matratzen ihre Berechtigung. 

Wissenschaftler, Schlafexperten und Mediziner sind sich einig, dass lediglich mit einem individuellen Schlafsystem, auf den betreffenden Nutzer zugeschnitten, der Körper sich nachts bestmöglich regeneriert und genügend Energie für den folgenden Tag tankt. 

7. Ein ergonomisch einstellbarer Lattenrost

Die ergonomische Basis für das orthopädische Schlafsystem können beispielsweise hochelastische Kautschuk-Lattenroste sein. Das spezielle Doppelfedersystem sorgt für ein optimales Einsinken des Körpers.

Die Wirbelsäule wird optimal gestützt, die Schulter- und Beckenzone können optimal tief Einsinken, was für orthopädisch korrekte Schlafpositionen wichtig ist. 

Der Lattenrost kann individuell je nach den Bedürfnissen eingestellt werden. Kopf- und Fußteil können beispielsweise 13-fach in der Höhe verstellt werden. 

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8. Vermessung des Körpers/Wirbelsäulen-Scanner

Die Suche nach der passenden orthopädischen Matratze artet nicht selten in einem zeitintensiven Probeliegen aus.

Viele Fachgeschäfte bieten mittlerweile eine Körpervermessung an, die eine Kaufentscheidung vereinfachen soll. Die Qual der Wahl kann beim Matratzenkauf groß sein. 

Die Schlafunterlage soll optimal unterstützen und möglichst lange einen ausgewogenen, ergonomischen Schlafkomfort bieten. 

Die ermittelten Körperdaten sollen dann bestmöglich auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt werden. Je nach angewandtem Verfahren, wird eine Vielzahl körperlicher Parameter ermittelt:

  • das Körpergewicht
  • der Körperbau
  • die Körpergröße
  • die Rückenlänge 
  • die einzelne Körperproportionen und
  • die Beckenbreite.

Diese Daten sind wichtig für eine körpergerechte Matratze. Die Körpervermessung erfolgt in der Rücken-, Seiten- und Bauchlage. Danach wird der Härtegrad der Matratze festgelegt und entscheiden, ob der Kunde lieber eine weiche oder härtere Schlafunterlage haben möchte.

Zu Bedenken gilt, dass eine gute Matratze meist viele Jahre genutzt werden soll, der Körper sich aber im Verlauf der Zeit verändert. Das können Gewichtsschwankungen und altersbedingte Erkrankungen sein oder ärztliche Diagnosen wie beispielsweise ein Bandscheibenvorfall, ein Hexenschuss oder eine Skoliose.

Das Fazit lautet hier, dass eine Körpervermessung immer nur eine Momentaufnahme ist, die sich auf die Ist-Situation bezieht.

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Ronny - Schlaf Experte

Ronny - Schlaf Experte

Ich habe das Topic Schlafen zu meiner Berufung gemacht und bin "Testschläfer" für verschiedene Betten-Marken. Du fragst Dich jetzt sicher, ob ich im "Schlafen" Geld verdiene? Nein, als Testschläfer teste ich vor allem tagsüber verschiedene Betten-Produkte, auf Haltbarkeit, Belastung usw. Zudem habe ich an verschiedenen Schlafstudien europaweit teilgenommen.