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Die Visco Matratze - Für wen ist die diese Matratze geeignet?

Wir berichten heute über die Visco Matratze, eine der meistverkauften Matratzenarten in Deutschlands. Wir haben verschiedene Visco Matratzen getestet und berichten über unsere Erfahrungen. Desweiteren stellen wir die besten Visco Matratzen vor.

Letztes Update am 13.01.2021 | Ronny | 7 min.
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Viscomatratze Die Visco-Matratze

Die Visco-Matratze gehört zu den beliebtesten Matratzenmodellen, die auf dem Markt verfügbar sind. Und das nicht ohne Grund: Der anschmiegsame Viscoschaum sorgt dafür, dass sich die Matratze optimal an den Körper anpasst. Dabei unterstützt und entlastet sie die jeweiligen Körperpartien auf die bestmögliche Weise. 

Wir verraten hier, welche Vorteile Viscomatratzen darüber hinaus bieten und mit welchen Nachteilen die hochwertigen Matratzen einhergehen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind die Besonderheiten von Visco Matratzen?

Eine Matratze aus Viscoschaum überzeugt durch eine hohe Dichte und damit verbunden durch eine hohe Punktelastizität. Der Körper wird dabei optimal unterstützt und entlastet, was gerade bei Beschwerden im Bewegungsapparat vorteilhaft ist. Dies ist möglich dadurch, dass das Material im Matratzenkern nicht nur auf Druck, sondern auch auf Temperatur reagiert. Warme Körperregionen, zu denen in erster Linie die Körpermitte gehört, sinken tiefer in die Matratze ein als die kühleren Gliedmaßen. 

Ruhige Schläfer, die sich im Schlaf wenig bewegen, können davon profitieren. Unruhige Schläfer werden den Schlaf auf einer Visco-Matratze hingegen als weniger erholsam erleben, da das Umdrehen und Bewegen durch die Beschaffenheit der Matratze erschwert wird.

Wie ist eine Visco-Matratze aufgebaut?

Beim „Visco“ in der Matratze handelt es sich um ein Polymer, das als „Memory Foam“ oder „Formgedächtnis-Schaum“ bezeichnet wird. Dies ermöglicht eine optimale Körperanpassung und dabei ein schwebendes Liegegefühl.

Da der Körper gerade an den besonders schweren Stellen zu tief in die Matratze einsinken würde, besteht diese in der Regel nicht komplett aus dem Memory Foam. Stattdessen wird der Kern meist aus Kaltschaum gefertigt. Dieser verspricht beim Liegen das nötige Maß an Stabilität und eine bessere Atmungsaktivität.


Um den Kaltschaumkern herum befindet sich schließlich eine Viscoschicht, die einseitig oder beidseitig vorhanden sein kann. Ist der Matratzenkern beidseitig von Visco umgeben, kann man die Matratze von allen Seiten problemlos nutzen. Dafür liegt man in diesem Fall auch weicher als bei einer einseitig beschichteten Matratze.

Vorteile und Nachteile von Viscomatratzen im Detail

Matratzen aus Viscoschaum passen sich besonders gut an den Körper an. Dies ist gerade für Personen mit Rückenschmerzen von Vorteil. Abgesehen davon zeichnen sich die Matratzen durch ein besonders hohes Maß an Komfort aus.

Durch die hohe Dichte speichert die Matratze auch die Körperwärme besser, was gerade für Personen von Vorteil ist, die nachts zum Frieren neigen. Ruhige Schläfer, die sich in der Nacht wenig bewegen, sind mit einer Visco-Matratze besonders gut beraten.

Auch Paare, die gemeinsam auf einer großen Matratze schlafen möchten, können mit einem Visco-Modell von Vorteilen profitieren: Das Material schwingt kaum nach, sodass man von Bewegungen des Partners im Schlaf nicht gestört wird. Dies gilt auch für mögliche akustische Störfaktoren: Im Gegensatz zu beispielsweise Federkernmatratzen sind Matratzen aus Viscoschaum geräuschfrei.

Allerdings hat auch diese Medaille zwei Seiten. So kann die wärmespeichernde Eigenschaft dieser Matratzen gerade für Personen, die nachts eher schwitzen, von Nachteil sein. Auch die Raumtemperatur hat Einfluss auf die Viscomatratze: In einem kalten Schlafzimmer ist die Matratze härter als bei wärmeren Temperaturen.

Neben dem teilweise hohen Preis ist auch der hohe Lageänderungswiderstand möglicherweise ein Nachteil: Unruhige Schläfer, die sich nachts viel bewegen, werden Probleme dabei haben, sich auf einer Visco-Matratze zu drehen.

Worauf sollte man beim Kauf einer Visco-Matratze achten?

Gerade aufgrund des etwas höheren Kaufpreises sollte man beim Kauf einer Matratze aus Viscoschaum auf einige Faktoren besonders großen Wert legen.

Atmungsaktivität

Die Atmungsaktivität von Viscoschaum wird durch speziell platzierte Einschnitte gewährleistet. Häufig wird hierfür der Würfelschnitt gewählt, bei welchem das Material in regelmäßigen Abständen längs und quer eingeschnitten wird. Dies verbessert nicht nur die Atmungsaktivität, sondern auch die Punktelastizität. Nach Möglichkeit sollte man dem Würfelschnitt den Eierkartonschnitt vorziehen: Hierbei sind nicht nur einfache Einschnitte vorhanden, sondern diese sind darüber hinaus auch mit zusätzlichen Luftkanälen versehen.

Härtegrad

Auch beim Kauf einer Viscomatratze spielt der Härtegrad eine wichtige Rolle. Da dieser nicht genormt ist, gibt es auch keine verlässlichen Aussagen darüber, welcher Härtegrad für welche Person der richtige ist. Neben persönlichen Präferenzen spielt dabei auch das eigene Gewicht eine wichtige Rolle. Die Hersteller geben in der Regel einen Hinweis dazu, welcher Härtegrad bei welchem Gewicht die richtige Wahl ist. Befindet man sich mit dem eigenen Gewicht auf der Grenze zwischen zwei Härtegraden, so entscheidet die eigene Präferenz.

Raumgewicht

Das Raumgewicht von Matratzen gibt an, wie viel Kilogramm Rohmasse in einem Kubikmeter Schaumstoff enthalten sind. Damit gibt das Raumgewicht Aufschluss über die Belastbarkeit und die Langlebigkeit der Matratze – Matratzen mit hohem Raumgewicht sind jedoch nicht nur langlebiger, sondern auch insgesamt schwerer. 

Beim Kauf einer Viscomatratze sollte man auf ein Raumgewicht von mindestens 50 kg/m³ setzen. Es sind zwar Modelle mit einem Raumgewicht von bis zu 85 kg/m³ erhältlich, diese sind aufgrund ihres hohen Gewichts jedoch eher für besonders große Belastungen und/oder für schwere Personen mit einem Gewicht von über 100 Kilogramm geeignet.

Höhe der Viscoschicht

Die Höhe der Viscoschicht entscheidet über die Druckentlastung der Matratze sowie über den Bewegungsspielraum, der darauf gewährt wird. Ist die Schicht höher, sinkt man tiefer in die Matratze ein. Dies verspricht einen hohen Liegekomfort, allerdings kann man sich dabei auf der Matratze schwerer bewegen. Bei einer eher dünnen Viscoschicht verhält es sich umgekehrt. Höher als 10 Zentimeter sollte der Viscoschaum jedoch nicht sein, um die Bewegungsfreiheit nicht übermäßig einzuschränken. Der Kern einer guten Matratze ist übrigens zwischen 14 und 19 Zentimeter hoch, die Matratze selbst zwischen 20 und 24 Zentimeter.

Stauchhärte

Die Stauchhärte – nicht zu verwechseln mit dem Härtegrad – gibt Aufschluss darüber, wie schnell die Matratze nach einer Belastung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückfindet. Gerade schwere Menschen sollten Matratzen mit einer Stauchhärte von 40 kPa wählen. Für leichtere Personen sind auch schon etwa 30 kPa ausreichend.

Liegezonen

Wie auch bei den meisten anderen Matratzen sind auch bei Viscomatratzen Modelle mit verschiedenen Liegezonen empfehlenswert, da diese einen besonders hohen Komfort und eine bestmögliche Punktelastizität ermöglichen. Wie viele Liegezonen genau vorhanden sind, ist dabei eher unerheblich. Drei, fünf oder sieben Liegezonen ermöglichen es schweren Körperbereichen wie dem Becken oder den Schultern, wie auch leichteren Körperzonen wie den Beinen oder der Taille, optimal in die Matratze einzusinken und dabei von einer bestmöglichen Unterstützung und Entlastung zu profitieren.

Alternativen im Überblick

Ist die Matratze aus Viscoschaum nicht die richtige Wahl, gibt es noch genügend Alternativen, zwischen denen man wählen kann.

Federkern: Federkernmatratzen sind besonders für Personen geeignet, denen Matratzen mit Memory Foam zu warm sind. Federkernmatratzen sind besonders atmungsaktiv, eher kühl und langlebig, dafür jedoch ziemlich schwer. Darüber hinaus schwingen sie nach und können gerade ältere Modelle können Geräusche von sich geben.

Kaltschaum: Kaltschaummatratzen sind Modellen mit Visco-Material in vielen Punkten sehr ähnlich. Allerdings sind sie bisweilen günstiger zu haben, dafür jedoch nicht ganz so punktelastisch wie Visco-Modelle.

Latexmatratzen: Auch Latexmatratzen sind eher teuer und pflegeintensiv. Dafür überzeugen sie jedoch ebenfalls durch einen hohen Liegekomfort und durch Langlebigkeit. Auch Naturfreunde können mit einer Latexmatratze aus Naturkautschuk sehr glücklich werden.

Fazit: Ist eine Visco-Matratze die richtige Wahl für mich?

Viscomatratzen überzeugen durch eine Vielzahl an Vorteilen, zu denen in erster Linie der hohe Liegekomfort gehört, der durch die optimale Punktelastizität des Memory Foams gewährleistet wird. Personen, die nachts schnell frieren, profitieren von den wärmespeichernden Eigenschaften des Materials. Schwitzt man hingegen eher, erweist sich eine Matratze aus Viscoschaum als ebenso nachteilig wie für bewegungsfreudige Schläfer, für die das Drehen und Wenden durch das Material erschwert wird.

Ronny - Schlaf Experte

Ronny - Schlaf Experte

Ich habe das Topic Schlafen zu meiner Berufung gemacht und bin "Testschläfer" für verschiedene Betten-Marken. Du fragst Dich jetzt sicher, ob ich im "Schlafen" Geld verdiene? Nein, als Testschläfer teste ich vor allem tagsüber verschiedene Betten-Produkte, auf Haltbarkeit, Belastung usw. Zudem habe ich an verschiedenen Schlafstudien europaweit teilgenommen.

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